Was gehört in meine Reiseapotheke?

Gut ausgestattet mit Medikamenten und Pflastern für den nächsten Urlaub!

Ob Urlaub am Meer, in den Bergen oder am Wochenende in der nächsten Großstadt: Sie sind immer gut damit beraten, sich auf unvorhersehbare Situationen vorzubereiten, denn ein Verletzungs- oder Ansteckungsrisiko besteht im Grunde überall. Manche Orte sind zwar risikoreicher als andere, eine passende Reiseapotheke sollten Sie trotzdem stets im Gepäck haben. Auch bei kurzen Reisen in relativer Nähe zu Ihrem Heimatort empfehlen wir eine kleine Erste-Hilfe-Ausstattung. Neben verschiedenen Medikamenten gegen Übelkeit, Fieber oder Erkältung kann eine kleine Auswahl an Verbandsmaterial durchaus wichtig sein.

Gut vorbereitet mit unserem Erste-Hilfe-Set!

Kennen Sie schon unser Vorteilspack für Ihren nächsten Urlaub? Hier finden Sie alle nützlichen Produkte für Reisen, kompakt in einer praktischen Tasche zusammengestellt. Unser Erste-Hilfe-Kit enthält folgende Artikel:

Zusammenstellung von Produkten für ein Erste-Hilfe-Kit

DERMATESS® CAMBRIC
   (weiche Mullbinde)
COMPRIDERM®
   (elastische Universalbinde)
DERMATESS® PLUS
   (saugfähige Kompresse)
MAXI MED
   (zuschneidbarer Wundschnellverband)
CUTIFLEX® STRIP
   (wasserfeste Pflasterstrips)
QUADRA®MED
   (atmungsaktives Wundpflaster)
ROLLTEX®
   (weißes Spulenpflaster)
octenisept® Wund-Desinfektion
   (Desinfektionsspray)
Kältesofortpack
   (Einwegkühlkompresse)
Verbandschere, Pinzette, Zeckenkarte

zum Erste-Hilfe-Set

Darf die Reiseapotheke ins Handgepäck?

Informieren Sie sich am besten im Vorfeld, wo Erste-Hilfe-Sets verstaut werden müssen, damit Sie am Flughafen bei der Sicherheitskontrolle keine Überraschung erleben und die Reiseapotheke evtl. nicht mit ins Flugzeug nehmen können. Hier sind nämlich gewisse Sicherheitsvorschriften dringend einzuhalten.

Wo verstaue ich die Reiseapotheke am besten – im Koffer oder im Handgepäck?

Generell gilt: Im Handgepäck können Sie Flüssigkeiten bis maximal 100 ml pro Behälter mitführen. Diese Behälter sind in einem transparenten verschließbaren Beutel zu transportieren. Pro Person darf ein Plastikbeutel mitgeführt werden und die gesamte Füllmenge der Behälter darf 1 l insgesamt nicht überschreiten. Als verschließbare Beutel eignen sich am besten transparente Zipp-Beutel, die Sie zu günstigen Preisen in der Drogerie oder im Supermarkt um die Ecke bekommen.

Sollten Sie größere Medikamentenbehälter mitführen, ist das Erste-Hilfe-Set im Koffer besser aufgehoben. Hier sind Sie meist auf der sicheren Seite, da für den Transport im Koffer keine Maximalgröße von Flüssigkeiten festgelegt ist. Es gibt allerdings auch Risiken bei dieser Transportvariante. Im Laderaum eines Flugzeuges ist es sehr kalt. Sollten Sie also Medikamente oder Cremes im Koffer verstaut haben, die nicht zu kalt oder nicht unter Druck gelagert werden dürfen, dann sind diese besser im Handgepäck aufgehoben. Außerdem können die Gepäckstücke vom Flughafenpersonal nicht immer mit der nötigen Vorsicht verladen werden. Hier und da fällt ein Koffer vom Gepäckfahrzeug oder wird unsanft in den Laderaum gestapelt. Für zerbrechliche Behältnisse, die Flüssigkeiten enthalten, besteht deshalb eine höhere Bruchgefahr.

Wo soll Ihre nächste Reise hingehen? – Das gehört immer in die Reiseapotheke

Wo und wie Sie Ihre Medikamente und Erste-Hilfe-Ausstattung verstauen, wissen Sie nun schon. Aber was gehört eigentlich in eine Reiseapotheke? Eine gewisse Grundausstattung darf im Urlaub nie fehlen. Der Urlaub ist nur halb so schön, wenn man plötzlich erkrankt oder sich unglücklich verletzt. Wenn die Erstversorgung dann aufgrund von fehlendem Equipment nicht möglich ist und man einen Arzt aufsuchen muss, kann die Stimmung bereits kippen. Rüsten Sie sich also lieber zu stark aus, als im Notfall ohne Hilfe dazustehen. Besonders im Ausland sind die Kosten für einen Arztbesuch meist enorm hoch. Trotz einer Auslandskrankenversicherung – die übrigens jedem zu empfehlen ist – sind die Kosten vor Ort häufig selbst zu tragen. Sie werden erst bei der Rückkehr nach Deutschland erstattet, wenn man der Krankenkasse die entsprechenden Belege vorgelegt hat. Für kleinere Beschwerden oder Verletzungen kann man daher gut auf bekannte Medikamente oder Pflaster und Verbände zurückgreifen. Kleinere Wunden, Verbrennungen oder Insektenstiche lassen sich schnell mit Pflastern oder kühlenden Wundgelen behandeln. Oft ist es damit schon getan und der Urlaub kann ohne Probleme fortgesetzt werden. Falls Sie sich aber größere Wunden oder eine schwerere Erkrankung zugezogen haben, müssen Sie einen Arzt aufsuchen.

 

Allgemeine Checkliste für Ihre Reiseapotheke

Wir haben Ihnen im Folgenden eine Liste mit Produkten zusammengestellt, die Ihre Reiseapotheke enthalten sollte. Es handelt sich um eine Grundausstattung, die Sie mit sich führen sollten, ganz gleich wohin die Reise geht oder wie lange sie unterwegs sind.

Medikamente gegen
  1. Magenbeschwerden/Übelkeit
  2. Durchfall
  3. Erkältung (Halsschmerzen, Husten, Schnupfen)
  4. Fieber (auch Fieberthermometer)
  5. Insektenstiche (Insektenspray oder Stifte/Salben gegen Stiche)
  6. Allergien (wenn vorhanden)
  7. Ohrenschmerzen (Tropfen o. Ä.)
  8. Kopfschmerzen
  9. Schmerzgel (bei Schürfwunden, Insektenstichen etc.)
Produkte zur Wundversorgung
  1. Pflaster in verschiedenen Formaten, evtl. zuschneidbar
  2. wasserfeste Wundpflaster
  3. evtl. Kinderpflaster mit bunten Motiven
  4. Universalverband
  5. Fixierpflaster
  6. Wundgel zur Linderung von Sonnenbrand
  7. Desinfektionsspray
  8. evtl. Einmalhandschuhe
  9. Schere (zum Zuschneiden von Verband- und Pflastermaterial)
  10. Pinzette
  11. Zeckenkarte/Zeckenzange
  12. Sofortkühlkompresse

Reiseapotheke für Asien

Ob Bali, Thailand, Dubai oder Sri Lanka: In asiatischen Ländern gibt es andere Krankheiten und Gesundheitsrisiken als im Heimatland. Daher sollten Sie für die nächste Reise in diese Region besonders vorsorgen. Neben verschiedenen Impfungen wie Hepatitis A und B, Tollwut, Typhus, Tetanus oder Diphtherie, die vorab beim Hausarzt verabreicht werden, sollte auch eine Reiseapotheke mit den wichtigsten Medikamenten und Verbandstoffen im Gepäck nicht fehlen. Welche Impfungen Sie im Voraus für Ihr Reiseziel benötigen, können Sie bei Ihrem Arzt erfragen oder sich auf der Seite des Auswärtigen Amtes über medizinische Hinweise informieren.

Generell sollten Sie eine Auswahl an Pflastern und Produkten für Wunden zur Erstversorgung dabeihaben. Sinnvoll ist eine Wundsalbe für die verletzte Haut und z. B. Blasenpflaster, Pflasterstrips oder auch wasserfeste Wundverbände. Eine Universalbinde oder eine Zeckenzange/Pinzette können auch sehr nützlich sein.

Ein großes Thema für die Reise in tropische Gebiete ist die Malaria. Hier herrscht unter den Reisenden eine starke Unsicherheit, wie mit dem Risiko umzugehen ist. Ganz wichtig: Informieren Sie sich vorab über Ihr Reiseziel. In manchen Regionen besteht überhaupt kein Malariarisiko, in anderen ein starkes oder es kommt auf die Jahreszeit an. Sprechen Sie mit einem Tropenmediziner oder mit Ihrem Hausarzt, der Sie dann gegebenenfalls zum passenden Ansprechpartner weiterleitet. Wenn es ein Risiko für Ihren Urlaubsort gibt, nehmen Sie sich als Prophylaxe Tabletten mit. Diese sind zwar sehr teuer, es ist aber in Anbetracht einer möglichen Erkrankung besser, auf hochwertige Produkte zurückzugreifen. Die Gesundheit steht an erster Stelle.

Ansonsten sollten Sie unbedingt Medikamente gegen Durchfall und Magenerkrankungen dabeihaben. In asiatischen Ländern ist der deutsche Standard teilweise nicht oder nur in größeren Städten gegeben und es besteht die Gefahr, gefälschte Medikamente zu erwerben. Zudem sind Apotheken oder Ärzte oft kilometerweit entfernt erst in der nächsten großen Stadt aufzufinden, sodass eine schnelle Versorgung nicht immer gewährleistet ist. Neben einem Produkt gegen Durchfall und Magenbeschwerden ist auch ein fiebersenkendes Medikament und ein Schmerzmittel zu empfehlen. Auf Aspirin müssen Sie in asiatischen Ländern allerdings verzichten, denn der darin enthaltene Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) verstärkt einige tropische Krankheiten. So können bei manchen Krankheiten vermehrt gefährliche Blutungen entstehen, weshalb es besser ist, auf Medikamenten ohne diesen Wirkstoff zurückzugreifen.

Erste-Hilfe-Set für Reisen mit Kleinkindern und Babys

Neben einem Erste-Hilfe-Set für Erwachsene sollten Sie bei Reisen mit Kindern oder Babys auch passende Medikamente und Verbandstoffe für die Kleinen mitnehmen. Generell ist von Reisen in tropische Gebiete mit Babys und Kleinkindern bis zu 6 Jahren abzuraten, denn Kinder in dem Alter können gewisse Vorsichtsmaßnahmen noch nicht begreifen und umsetzen. Sie nehmen vieles, was ihnen in die Finger kommt, in den Mund, was die Infektion mit Krankheitserregern begünstigt. Außerdem sind im Vorfeld einige Impfungen als Schutzmaßnahme notwendig, die bei Kindern stärkere Nebenwirkungen auslösen können. Beim Reisen mit Kindern sollten Sie in der Lage sein, im Notfall Erste Hilfe zu leisten, und dafür eine geeignete Grundausstattung griffbereit haben. Zu den häufigsten Erkrankungen zählen z. B. Durchfall, Fieber, Magen- und Darmbeschwerden, Verletzungen, Insektenstiche und auch Sonnenbrand.

Durchfall sowie Magen- und Darmbeschwerden sind die häufigsten Erkrankungen bei Kindern, denn ihr empfindlicher Magen verträgt ungewohntes Essen oft nicht so gut. Die wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme ist das Trinken, um die verlorene Flüssigkeit wieder zuzuführen. Man kann zusätzlich eine Elektrolytlösung verabreichen, die Kindern aber selten schmeckt. Stattdessen können Sie mit süßen Getränken, in die eine Prise Salz gegeben wird, die verlorenen Salze und den Flüssigkeitshaushalt wieder aufbauen. Fruchtsäfte oder gesüßter Tee eignen sich am besten. Viel trinken ist auch das A und O bei Fiebererkrankungen, ergänzend kann man mit einem fiebersenkenden Medikament gegensteuern.

Kinder verletzen sich beim Toben am Strand hin und wieder. Meist sind es Hautabschürfungen, die mit Wundgel und einem kindgerechten Pflaster versorgt werden können, oder Verletzungen beim Baden im Meer. Der Tritt auf einen Seeigel kann Stacheln im Fuß hinterlassen und sehr schmerzhaft sein. Die Stacheln entfernen Sie vorsichtig mit einer Pinzette und desinfizieren die verletzte Stelle anschließend mit einem Desinfektionsspray. Beim Baden kommen Kinder unter Umständen auch mit Quallen in Kontakt, die brennende Stellen auf der empfindlichen Kinderhaut hinterlassen. Als Erste-Hilfe-Maßnahme spülen Sie die verletzten Bereiche mit Salzwasser ab und tragen bei Bedarf ein kühlendes und juckreizstillendes Wundgel auf.

Gegen Insektenstiche sollten Sie ein Antimückenspray parat haben, das Sie Ihrem Kind vorbeugend aufsprühen können. Für bestehende Insektenstiche eignen sich Mücken- und Insektensticks, die sich einfach auftragen lassen und den Juckreiz stillen.

Zusätzlich zu der Grundausstattung empfehlen wir bei Reisen mit Kindern, ein Medikament gegen Ohrenschmerzen in der Reiseapotheke mitzuführen. Bei Flugreisen können Kinder durch den Druck beim Start und bei der Landung Ohrenschmerzen bekommen. Da sie noch nicht in der Lage sind, einen Druckausgleich durchzuführen, empfinden sie evtl. starke Schmerzen, die auch nach Landung möglicherweise nicht vorübergehen. Vorsorglich können pflegende Ohrentropfen helfen, die eine Entzündung des Gehörgangs verhindern sollen. Während des Start- oder Landevorgangs können Sie Ihrem Kind Kaugummi geben (nur bei etwas älteren Kindern ratsam) oder ein Getränk, das es in kleinen Schlucken trinken soll. Dadurch kommt es automatisch zum Druckausgleich, was den Ohrenschmerz lindert. Auch Gähnen hilft, den Druck auszugleichen.

Sollte Ihr Kind nach der Heimreise noch über Schmerzen o. Ä. klagen, muss ein Arzt eine Nachuntersuchung durchführen, und zwar auch dann, wenn während des Urlaubs bereits eine ärztliche Versorgung stattgefunden hat.

Sonnenschutz auf Reisen

Ein ausreichender Sonnenschutz ist auf Reisen unverzichtbar, insbesondere wenn Sie mit Kindern unterwegs sind. Die empfindliche Haut kann schnell verbrennen, erst recht, wenn sie eine helle Hautfarbe haben. Informieren Sie sich auch über die entsprechende Eigenschutzzeit, damit Sie den richtigen Lichtschutzfaktor für den Urlaub mitnehmen. In unserem Ratgeber zum Thema Sonnenbrand und Sonnenallergie finden Sie nützliche Tipps, wie Sie einen Sonnenbrand vermeiden oder was bei Sonnenallergie oder Sonnenbrand zu tun ist.

Was brauche ich in meiner Reiseapotheke, wenn ich schwanger bin?

Schwangere Frauen können nicht ohne gewisse Risiken jedes Reiseziel besuchen. Sie sollten sich im Vorfeld informieren, wohin Sie ungehindert reisen können und wo es gesundheitliche Probleme geben kann. So ist z. B. von Südostasien, Indien, Mittelamerika und Zentralafrika abzuraten, da in diesen Gebieten ein Ansteckungsrisiko für Malaria, Gelbfieber oder das ZIKA-Virus besteht. Für Schwangere sind diese Infektionen lebensgefährlich und man sollte sich daher über mögliche Folgen im Klaren sein. Soll die Reise dennoch in eines dieser Gebiete gehen, ist eine Impfung und eine Malariaprophylaxe unabdinglich. Die Einzelheiten müssten dann mit dem Hausarzt oder einem Tropenmediziner besprochen werden.

Lassen Sie sich immer von Ihrem Frauenarzt beraten, ob eine Flugreise in der Schwangerschaft möglich ist. Je nach Fortschritt der Schwangerschaft kann es sein, dass von einer Flugreise abgeraten wird oder die Fluggesellschaft diese Beförderungsart ablehnt. Bei Langstreckenflügen, aber auch bei Flügen, die nur wenige Stunden dauern, steigt das Thromboserisiko durch das unbewegte Sitzen. Für Schwangere besteht in dieser Hinsicht generell ein höheres Risiko, darum sollten Sie Thrombosestrümpfe oder einen Kompressionsverband zur Hand haben. Je nach Vorliebe legen Sie vor dem Flug den Verband stramm an oder ziehen die Kompressionsstrümpfe an. Wichtig ist, dass Sie viel Wasser trinken und die Beine bewegen. Getränke wie Alkohol oder Kaffee sind ungünstig, da der Körper dadurch entwässert und das Blut dicker wird. Unser Tipp: Versuchen Sie, bei der Buchung einen Platz neben den Notausgängen zu bekommen, da es hier mehr Beinfreiheit gibt und Sie evtl. die Beine hochlegen können. Wippen Sie zusätzlich gelegentlich mit den Füßen oder spannen die Wadenmuskulatur an, um die Venenpumpe zu aktivieren. So kann das Blut besser zirkulieren und zurückfließen.

Ansonsten sollten Sie bei Ihrer Reiseapotheke darauf achten, dass die Medikamente, die Sie mitnehmen, für schwangere Frauen geeignet sind. Die oben zusammengestellte Grundausstattung für Erste-Hilfe-Sets mit Pflastern und Verbänden ist aber ebenfalls in der Schwangerschaft zu empfehlen.

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