Checkliste:
Ist mein Kiefer stark beansprucht?


– 8 schnelle CMD-Selbsttests

Zähneknirschen, Kopfschmerzen, Heiserkeit, Kieferknacken – bei all diesen unterschiedlichen Symptomen kann es sich um eine Craniomandibuläre Dysfunktion, kurz: CMD, handeln. Um vorab mehr Informationen über CMD zu erhalten, lesen Sie sich zuerst den Ratgeber „Mit Wärme zu mehr Lebensqualität – Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten einer Craniomandibulären Dysfunktion“ durch. In den meisten Fällen gibt es zu den oben genannten Beschwerden zunächst keine genaue Diagnose und oft leiden die Menschen längere Zeit unter den Symptomen, ohne genau zu wissen, wodurch diese entstanden sind. Mit der folgenden Checkliste können Sie selbst testen, ob die Ursachen Ihrer Probleme eventuell im Kiefergelenk liegen. Der Test kann die ersten Ergebnisse auf die Frage liefern, ob Ihr Kiefer zu stark beansprucht ist und Sie vielleicht mehr Entspannung in der Kiefermuskulatur benötigen. *

Für ein möglichst aussagekräftiges Ergebnis empfehlen wir Ihnen, die kleinen Selbsttests unserer Checkliste in einer ruhigen Umgebung durchzuführen, sodass Sie sich gut auf eventuelle Geräusche, wie ein Knacken in den Kiefergelenken, konzentrieren können. Außerdem ist es hilfreich, Zettel und Stift bereitzulegen, um die Ergebnisse der einzelnen Tests notieren zu können. Im Anschluss daran können Sie auswerten, wie viele der Selbsttests positiv waren.

Wenn bereits einer der folgenden Tests positiv ausfällt, sollten Sie sich mit einem Zahnarzt oder sogar einem Facharzt mit CMD-Spezialisierung in Verbindung setzen. Sie können mit diesen Symptomen ebenfalls einen Physiotherapeuten, Heilpraktiker o. Ä. aufsuchen. Fallen gleich mehrere Fragen positiv aus, kann dies ein noch deutlicheres Zeichen für eine CMD sein. Lassen Sie die Symptome trotzdem erst von einem Arzt abklären, bevor Sie eine falsche Selbstdiagnose stellen. Möglicherweise kann Ihnen eine Wärmetherapie mit dem JawLax®-Wärmeset bereits jetzt bei der Kieferentspannung und somit bei der Schmerzlinderung helfen.

Da Sie sich bei einigen Tests an den Mund und ins Gesicht fassen, waschen Sie bitte vor und nach deren Ausführung gründlich Ihre Hände mit Wasser und Seife. Dann kann es auch schon losgehen. Führen Sie die Selbsttests nacheinander durch und schreiben Sie bei jeder Übung mögliche Abweichungen, Schmerzstellen, Fehlstellungen etc. auf.

Kiefergelenk

1. Kiefergelenk – Wie weit können Sie Ihren Mund öffnen?

Unabhängig von der Körpergröße beträgt der Richtwert für eine durchschnittliche Mundöffnung 38 bis 42 Millimeter. Bei einer CMD-Erkrankung kann es sein, dass Sie Ihren Mund nicht so weit öffnen können wie üblich. Daher empfehlen wir Ihnen, folgenden Selbsttest auszuprobieren:

Messen Sie Ihre Mundöffnung, d. h. die Distanz zwischen oberen und unteren Schneidezähnen. Als ungefähren Vergleich nehmen Sie dafür Ihren Zeige- und Mittelfinger oder zusätzlich noch den Ringfinger und versuchen, diese waagerecht zwischen Ober- und Unterkiefer an den vorderen Schneidezähnen zu platzieren. Messen Sie vorher zur Überprüfung die Breite der Finger mithilfe eines Lineals. Das Maß sollte natürlich im optimalen Bereich zwischen 38 und 42 Millimeter liegen.

Bekommen Sie die Finger problemlos zwischen den Zähnen platziert, ist das ein positives Zeichen dafür, dass Sie hier keine unnatürlichen Einschränkungen haben. Sollten Sie Probleme oder sogar Schmerzen haben, während Sie den Mund öffnen, kann es eines von vielen Anzeichen einer CMD sein. Notieren Sie Ihr Ergebnis auf einem extra Blatt.

2. Nackenschmerzen – Liegt die Ursache der Nackenschmerzen möglicherweise im Kiefergelenk?

Leiden Sie häufig an Nackenschmerzen, die Ursache dafür ist aber unerklärlich? Vielleicht treiben Sie viel Sport und haben ausreichend Bewegung, achten stets auf eine korrekte Körperhaltung und wundern sich daher, dass Sie trotzdem diese unangenehmen Schmerzen haben. Dann führen Sie diesen zweiten Test durch, um auch für dieses Symptom die Ursache CMD auszuschließen.

Setzen Sie sich dazu aufrecht auf einen Stuhl, die Füße haben vollen Bodenkontakt. Nun drehen Sie den Kopf jeweils zur rechten und zur linken Seite. Achten Sie bei dieser Übung genau darauf, wie weit Sie den Kopf drehen können. Unterbrechen Sie die Übung bei Anzeichen von leichten Schmerzen oder einer Blockade.

Anschließend nehmen Sie einen Plastik- oder Holzlöffel und platzieren das Stielende flach zwischen den linken Backenzähnen. Halten Sie ihn mit leichtem Druck der Zähne fest. Wiederholen Sie die Übung, indem Sie den Kopf erneut nach links und dann nach rechts drehen. Den gleichen Vorgang prüfen Sie nun mit der rechten Backenzahnreihe.

Spüren Sie während der Drehung einen Schmerz? Ist während der Drehung mit und ohne Löffel ein Unterschied festzustellen? Falls Sie die Übung mit dem Löffel und dem leichten Kieferdruck besser ausführen können, ist dies ein Zeichen, dass Ihr Kiefergelenk ausschlaggebend für die Beschwerden in der Halswirbelsäule sein kann. Notieren Sie auch hier das Ergebnis und die Unterschiede auf einem Zettel.

3. Kaumuskulatur – Empfinden Sie einen unangenehmen Druck oder Schmerzen im Wangenbereich?

Legen Sie nun den Fokus auf Ihre Kaumuskulatur ian den Wangen. Der Test wird mit geschlossenem Mund durchgeführt, sodass nur die Lippen aufeinanderliegen, die Zähne berühren sich dabei nicht. Tasten Sie mit den Fingern Ihre Kaumuskulatur links und rechts ab. Diese befindet sich am hinteren Ende der Wangen, unter den Ohren. Besonders gut können Sie die Muskulatur spüren, wenn Sie die Zähne kurzfristig leicht aufeinanderpressen und so die Muskeln im Kiefer anspannen. Lassen Sie nun wieder locker und lösen Sie den Kontakt der Zähne.

Ziehen Sie die Finger parallel vom Wangenknochen herunter bis zum Kieferwinkel. Bei diesem Test können Sie unbeschwert etwas kräftiger vorgehen – die Kiefermuskulatur gehört zu den stärksten Muskelgruppen des menschlichen Körpers. Sie sollten trotzdem keine Schmerzen spüren.

Notieren Sie nun die Ergebnisse der folgenden Fragen:

  • Schmerzen gewisse Stellen beim Darüberfahren oder bemerken Sie, dass sich manche Stellen besonders hart anfühlen?
  • Können Sie einen Unterschied zwischen beiden Wangenseiten verzeichnen?
  • Fühlen Sie diese härteren Stellen oder leichte Schmerzen auch in umliegenden Bereichen?

Schließen Sie während des Tests zwischendurch die Augen, um sich besonders gut auf die Kiefermuskulatur zu konzentrieren und Unterschiede einfacher zu bemerken. Verhärtungen und schmerzende/druckempfindliche Stellen können ebenfalls Hinweise auf CMD sein.

Halsmuskulatur

4. Verspannte Halsmuskulatur – Leiden Sie häufig unter Heiserkeit, Kieferschmerzen oder an dem Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben?

Mit diesem schnellen Test können Sie herausfinden, ob Ihre Halsmuskulatur verspannt ist. Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl und platzieren Sie Ihre Hände auf den Oberschenkeln. Versuchen Sie, Ihr Gesicht zu entspannen, die Zähne liegen leicht aufeinander. Schauen Sie nun langsam nach oben. Achten Sie hier besonders darauf, dass sich nur Ihr Kopf nach oben bewegt, Ihr Oberkörper bleibt in der aufrechten Position und bewegt sich nicht mit.

Öffnet sich Ihr Mund, damit Sie besser zur Decke schauen können? Falls dies zutrifft, ist es ein mögliches Kriterium für eine verspannte Halsmuskulatur. Im Normalfall müsste der Mund entspannt geschlossen bleiben. Schreiben Sie auch dieses Testergebnis auf einen Zettel. Entweder ist es positiv ausgefallen, d. h., dass Sie Ihren Kopf nicht ohne Öffnen des Mundes nach oben bewegen konnten, oder der Test zeigt ein für eine CMD negatives Ergebnis, bei dem Sie den Kopf ohne Probleme zur Decke richten konnten.

5. Fehlstellung des Kiefergelenks – Ist Ihre Mundöffnung gerade?

Normalerweise ist der Mund eines Menschen beim Öffnen gerade, d. h., die oberen Schneidezähne befinden sich parallel zu den unteren. Um dies zu testen, setzen Sie sich idealerweise mit einer aufgerichteten Körperhaltung vor einen Spiegel. Öffnen Sie Ihren Mund nun so weit es geht, ohne ihn zu überdehnen.

Weicht Ihr Unterkiefer von der Mitte des Oberkiefers ab? Während der senkrechten Bewegung nach unten dürfte sich der Kiefer nicht nach links oder rechts bewegen. Schmerzhaft muss dieser Test nicht sein, dennoch deutet eine Seitenabweichung auf eine Kiefergelenksschiefstellung hin. Notieren Sie genau, welche Bewegungen Sie beim Öffnen des Mundes wahrnehmen. Verschiebt sich Ihr Kiefer beim Öffnen nach links oder rechts oder macht er sogar eine wellenförmige Bewegung? All diese Veränderungen können Anzeichen für eine CMD darstellen.

6. Kiefergelenkgeräusche – Hören Sie ein Knacken oder ein Reiben im Kiefer?

Ein knackendes Kiefergelenk ist normalerweise ein Zeichen für Störungen im Bewegungsablauf. Im Normalfall, also mit einem intakten Kiefergelenk, lässt sich der Mund geräuschlos öffnen. Sollten Sie schon mal durch Zufall bemerkt haben, dass Ihr Kiefer Geräusche beim Kauen oder bei bestimmten Bewegungen gemacht hat, führen Sie zusätzlich folgenden Test durch:

Positionieren Sie Ihre beiden Zeigefinger jeweils direkt unter dem Ohr auf dem Kiefergelenk. Öffnen und schließen Sie Ihren Mund oder schieben Sie Ihren Unterkiefer leicht nach rechts und nach links, um das Kiefergelenk genau zu spüren und die Finger exakt darauf zu platzieren. Wenn Ihr Kiefer beim weiten Öffnen des Mundes knackende oder reibende Geräusche erzeugt, sprechen Sie am besten mit Ihrem Zahnarzt, dem Orthopäden, Physiotherapeuten o. Ä., um die Ursache dafür schnell zu finden.

Verspannung

7. Verspannung im Kieferbereich – Spüren Sie Schmerzen oder Druck an den Schläfen?

Prüfen Sie jetzt die Schläfenmuskulatur, indem Sie mit dem Zeige- und Mittelfinger Ihre Schläfen abtasten. So können Sie bei etwas kräftigerem Druck eventuell schmerzende Stellen oder Muskelverhärtungen entdecken.

Die Muskulatur der Schläfen befindet sich genau in der Mitte zwischen dem äußeren Augenwinkel, der Augenbraue und dem Haaransatz. Sie können den Muskel spüren, indem Sie Ihre Finger an diesen Punkt legen und kurzzeitig Ihre Zähne aufeinanderdrücken. Dadurch wird die Muskulatur angespannt und Sie fühlen eine deutliche Erhöhung an den entsprechenden Punkten. Legen Sie jetzt bei geschlossenem Mund (ohne Zahnkontakt) zwei Finger auf die besagte Stelle und tasten Sie die Muskulatur gründlich ab. Dabei können Sie mit dem Druck variieren. Beobachten und fühlen Sie genau die Veränderungen und stellen Sie sich dabei folgende Fragen:


  • Fühlen sich die Schläfen auf beiden Seiten gleich an?
  • Gibt es Schmerzstellen oder umgrenzte Bereiche, die besonders empfindlich oder verhärtet sind?

Falls Sie schmerz- oder druckempfindliche Stellen im Bereich der Schläfen finden, kann eine Verspannung im Kieferbereich vorliegen. Schreiben Sie alle Antworten genau auf.

8. Zahnabnutzung durch Knirschen – Wirken Ihre Zähne wie geschliffen?

Testen Sie jetztdie Abnutzung Ihrer Zähne, welche z. B. durch Zähneknirschen oder -pressen entstehen kann. Da Betroffene meist nachts mit den Zähnen knirschen, um Stress oder Erlebnisse zu verarbeiten, wird es oft erst spät bemerkt. Dieser Test hilft Ihnen, eine CMD schnellstmöglich zu erkennen. Prüfen Sie zunächst – am besten mit einem Handspiegel –, ob Ihre Schneidezähne oder Ihre Eckzähne auf einer Seite kürzer sind als auf der anderen. Zeigen Sie sich im Spiegel die Zähne, um die Unterschiede zu erkennen. Prüfen Sie auch, ob sich die Zähne berühren, sobald sie den Unterkiefer zu beiden Seiten bewegen. Erkennen Sie möglicherweise Schleifspuren an Ihren Zähnen, die deutlich auf ein Zähneknirschen hinweisen?

Sind einige Zähne unterschiedlich lang oder stellen Sie an einigen Stellen Abschleifspuren fest, ist das ein Hinweis auf ein Problem im Kieferbereich und auf zu kräftiges Zähneknirschen oder Beißen. Die Folge davon kann CMD sein. Notieren Sie die Ergebnisse des letzten Selbsttests, bevor Sie eine erste grobe Auswertung vornehmen.

Auswertung

Auswertung des Selbsttests

Alle negativ bewerteten Tests – das sind alle, die korrekt und ohne Probleme ausgeführt werden konnten – können Sie streichen. Notieren Sie am besten auf einem neuen Zettel alle anderen Übungen, bei denen das Ergebnis nicht dem Normalfall entsprach. Wir empfehlen Ihnen, im nächsten Schritt einen Termin beim Zahnarzt, Kieferorthopäden, Physiotherapeuten o. Ä. zu vereinbaren. Nehmen Sie bei dem Termin Ihre Notizen mit, um die genauen Übungen und Bewegungen zu schildern, bei denen Sie Schmerzen hatten oder das Gefühl, dass diese nicht normal waren.

Sollten Sie tatsächlich an einer CMD leiden, gibt es neben der mit dem Fachpersonal vereinbarten Therapie zusätzlich Entspannungstechniken für Ihren Kiefer und die Muskulatur, die Sie bereits selbst zu Hause durchführen können. Lesen Sie bei Interesse unseren Ratgeber „7 einfache Übungen für zu Hause – So entspannen Sie Ihre Kiefermuskulatur“ oder die Produktbeschreibung zu unserem JawLax® -Wärmeset zur Kieferentspannung durch. Dort erfahren Sie, wie Sie durch spezielle Entspannungsübungen oder durch Wärmezufuhr, Ihren Kiefer zusätzlich gut entspannen können.

 

JawLax®-Wärmeset

Unterstützung bei der Wärmetherapie

JawLax® kann Sie dabei unterstützen, die Muskulatur auf einfachem Weg gezielt zu erwärmen und damit den Entspannungsprozess einzuleiten. Mit der Zeit entwickeln Sie ein Gefühl, ob Ihre Kiefermuskeln verspannt sind, und wie Sie diese unkompliziert selbst entspannen können. Eine entspannte Gesichts- und Kaumuskulatur führt wirkungsvoll zur Entspannung von Körper und Geist und somit zur Reduktion von stressbedingter Anspannung.

So wie ein Lächeln für gute Stimmung sorgt, signalisiert eine entspannte Kiefermuskulatur Ihrem Gehirn, dass es Ihnen gut geht.


Zum JawLax®-Wärmeset

*Diese Checkliste und Selbsttests ersetzen keine ärztliche Diagnose und Behandlung. Wir empfehlen Ihnen dringend, bei starken und/oder lang anhaltenden Beschwerden Ihren Zahnarzt, Hausarzt, Orthopäden, Physiotherapeuten o. Ä. aufzusuchen.

 

Angebote für Ihre Kieferentspannung